Bildzeile (v.l.): Wolfgang Weber, Leiter der Abteilung Schule, Kultur und Sport der Bezirksregierung Münster, IHK-Geschäftsführer Wieland Pieper, Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek und IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer.

Unterrichtswettbewerb zur Rolle der Industrie

Mittwoch 15. Dez. 2010

Regierungspräsident übernimmt die Schirmherrschaft

Münsterland/Emscher-Lippe-Region. - Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen und Bezirksregierung Münster wollen die regionale Industrie zum Thema in den Schulen des Münsterlandes und der Emscher-Lippe-Region machen. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek und IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer kündigten heute (15. Dezember) in Münster gemeinsam einen Unterrichtswettbewerb für Lehrerinnen und Lehrer der siebten bis zehnten Klassen an. Der Wettbewerb, der im Januar mit einem Workshop startet und mit Preisgeldern von insgesamt 10.000 Euro ausgestattet ist, soll dazu beitragen, bei den Schülern und Lehrern das Bewusstsein für die zentrale Rolle der Industrie in der Wirtschaft zu stärken.

„Wir müssen uns einen leistungsfähigen industriellen Kern bewahren“, sagte IHK-Präsident Hüffer: „Ohne Industrie können wir nicht weiter in der ersten Liga der Wirtschaftsregionen mitspielen“. Dadurch, dass ständig von der Dienstleistungsgesellschaft die Rede sei und mehr als zwei Drittel der Menschen in Dienstleistungsberufen arbeiten, „gerät immer mehr in Vergessenheit, dass die Industrie immer noch der zentrale Motor der wirtschaftlichen Entwicklung ist“, so Hüffer.

Das gelte besonders für Nord-Westfalen, das sich in den vergangenen Jahren zum beschäftigungsstärksten Industriebezirke in NRW entwickelt habe. Nur dank der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen habe Deutschland am Wachstum der Weltwirtschaft teilhaben können, betonte der IHK-Präsident. Von der Industrie gingen Innovationen und starke Impulse aus, die auch den Dienstleistungssektor beflügelt hätten. „Viele Unternehmen in diesem Bereich leben zu großen Teilen von Aufträgen aus der Industrie“, erläuterte er.

Die starke gesellschaftliche Ausrichtung auf Dienstleistungen habe auch Auswirkungen auf die Berufswahl und damit auf die Versorgung der Industrie mit Fachkräften, betonte Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek. Er hat die Schirmherrschaft über den Unterrichtswettbewerb übernommen. „Die Bezirksregierung arbeitet intensiv daran, den Übergang von der Schule in den Beruf zu erleichtern, dazu soll jetzt auch die Zusammenarbeit mit der Industrie intensiviert werden“, so Paziorek. Der Regierungspräsident kündigte an, dass die weiterführenden Schulen im Regierungsbezirk eine Einladung zum Wettbewerb und zu einem ersten Workshop am 18. Januar erhalten werden.

Der offizielle Wettbewerbstitel lautet „Die Industrie und ihre Rolle in den Wertschöpfungsketten“. Die Wettbewerbsbeiträge, die bis zu den Sommerferien eingereicht werden können, bestehen aus einer Unterrichtskonzeption und der praktischen Erprobung eines Unterrichtsvorhabens im zweiten Schulhalbjahr. Zu den Bewertungskriterien gehören die Originalität, didaktisch-methodische Aspekte sowie die Übertragbarkeit auf andere Schulen. Im Herbst 2011 sollen die besten Beiträge ausgezeichnet werden.

Mehr Informationen im Internet unter:
>>www.ihk-nordwestfalen.de/industrie<<

Stichwort „Industrie in Nord-Westfalen“:
Etwa 4000 überwiegend familiengeführte Unternehmen mit insgesamt etwa 166.000 Beschäftigten. Umsatz: 36 Mrd. Euro (2009); Bruttowertschöpfung: 14,1 Mrd. Euro (2008).

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