Prof. Dr. Bodo Risch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen

Industrie macht leichtes Minus

Dienstag 31. Mär. 2015

Zahlen zu Umsatzentwicklung und Export im Jahr 2014

Münsterland/Emscher-Lippe-Region. – Die nord-westfälischen Industrieunternehmen haben 2014 insgesamt weniger Umsatz erzielt als im Vorjahr. Nach aktuellen Berech-nungen von IT.NRW ist der Gesamtumsatz im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region um 0,4 Prozent auf rund 42 Milli-arden Euro gesunken. Und das, obwohl das Exportgeschäft noch einmal gewachsen ist. Der Auslandsumsatz stieg in Nord-Westfalen um 1,9 Prozent und liegt jetzt insgesamt bei 16,6 Milliarden. Das entspricht einer Exportquote von 39,6 Prozent.

„Insgesamt hat die regionale Industrie die zahlreichen Heraus-forderungen des vergangenen Jahres gut gemeistert“, kom-mentierte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Indust-rie und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, Prof. Dr. Bodo Risch die aktuellen Zahlen, die heute (31. März) von IT.NRW auch für Nordrhein-Westfalen insgesamt bekanntgegeben wur-den. Aber gerade das Außenhandelsergebnis sei angesichts eines schwierigen Russland-Geschäfts, einer schwachen Ent-wicklung im Euro-Raum und des konjunkturellen Gegenwinds in China „schon sehr beachtlich“. Risch ist „zuversichtlich, dass 2015 auch beim Gesamtumsatz wieder bessere Zahlen zu ver-zeichnen sind“.

Am besten entwickelte sich nach IT.NRW der Industrieumsatz in der Stadt Gelsenkirchen (plus 2,4 Prozent) sowie in den Kreisen Borken (plus 3,2 Prozent) und Steinfurt (plus 1,9 Pro-zent). Die größten Rückgänge verzeichnen Bottrop und der Kreis Recklinghausen (beide minus 4 Prozent). „Da die Industrie in der Emscher-Lippe-Region in starkem Maße Rohöl als Vorprodukt einsetzt, dürfte ein Teil des Umsatzrückgangs mit einer Weitergabe der gesunkenen Einkaufspreise erklärbar sein“, erläutert Risch, wie es zu diesem Ergebnis kommen konnte.

Internet-Tipp:
Berechnungen von IT.NRW

 

 

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