Diskutierten in Beckum über die Zukunft der Industrie: (v. l.) IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer, NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Gastgeber Christoph Beumer von der BEUMER Group und Gustav Deiters, Sprecher der nord-westfälischen Industrieinitiative.

Industrie weiter möglich machen

Freitag 20. Mai. 2016

NRW-Wirtschaftsminister Duin in Beckum

Münsterland/Emscher-Lippe-Region – Als vor wenigen Wochen in Berlin das Bündnis „Zukunft der Industrie“ geschlossen wurde, da war die nord-westfälische Initiative mit dem Slogan „In|du|strie. Gemeinsam. Zukunft. Leben.“ schon knapp fünf Jahre bei der Arbeit. Und zwar mit dem Ziel, das Bewusstsein für die Bedeutung der Industrie als Fortschritts- und Beschäftigungsmotor zu stärken und die Akzeptanz für Industrie im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region zu erhöhen. „Das lässt sich nur durch persönliche Überzeugungsarbeit erreichen, am besten vor Ort, direkt vor den Toren unserer Betriebe“, weiß Gustav Deiters aus Erfahrung. Der Unternehmer aus Ibbenbüren ist Vorsitzender des Industrieausschusses der IHK Nord Westfalen und Sprecher der Industrieinitiative, die sich gestern (19. Mai) bei der BEUMER Group in Beckum erneut mit der Zukunft der Industrie befasste. Mit dabei: NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin.

Der Wirtschaftsminister hatte der Veranstaltung unerwartete Aktualität verliehen, als er vor neun Tagen in Düsseldorf seine industriepolitischen Leitlinien vorstellte. „Damit bekennen wir uns ausdrücklich zur Industrie und zu ihrer Bedeutung für das Land“, hatte Duin betont. „Für einen attraktiven Investitionsstandort Nordrhein-Westfalen werden weitere Gewerbe- und Industrieflächen zu sichern und bedarfsgerecht auszuweisen sein“, heißt es beispielsweise in den industriepolitischen Leitlinien für Nordrhein-Westfalen.

IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer begrüßte die Leitlinien. Denn neben der Akzeptanz der Industrie in der Bevölkerung sei es besonders wichtig, dass Land und Bund „Industrie weiterhin möglich machen“, also Gesetze „so formulieren, dass sie uns nicht die Luft zum Atmen nehmen“, sagte der IHK-Präsident. In der IHK Nord Westfalen wurde die Idee für die Initiative geboren. „Die Industrie hat erkannt, dass sie sich öffnen und den Dialog von sich aus suchen muss“, resümierte Hüffer.

Am 17. März 2011 hatten sich knapp 80 Unternehmen zur Akzeptanzoffensive zusammengeschlossen. Über 350 Mitglieder zählt die Initiative heute. Die Unternehmerinnen und Unternehmer zeigen ihr Gesicht. Und zwar dort, wo man sie kennt. Sie stellen sich frühmorgens auf den örtlichen Markt, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Und sie laden die Bürger zu unterhaltsamen Event wie Seifenkistenrennen ein, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Sie präsentieren ihre Ausbildungsberufe und zeigen Karrierechancen auf. Und schicken ihre Azubis in Kindergärten, wo sie helfen, Spielplätze instand zu setzen.

Das alles ist langfristig angelegte Arbeit an einer Willkommenskultur für Industrie, die überall in der Region spürbar werden soll. Denn: „Wir wollen hier weiter produzieren und hier investieren“, bekennen sich die Unternehmen zu ihren Standorten in Nord-Westfalen. Sie sprechen deshalb aber auch über die Voraussetzungen, die herrschen müssen, damit die Industrie ihre Rolle als Wohlstandsmotor weiter spielen kann. Dazu gehört nicht nur die Akzeptanz der Industrie selbst. Dazu gehören auch die Standortvoraussetzungen vor Ort wie leistungsfähige Straßen und ausreichend Flächen etwa für Betriebserweiterungen. „Davon hängt unsere Wettbewerbsfähigkeit ab – und damit auch der Wohlstand der Menschen“, sagt Deiters und ergänzt: „Das müssen die Leute wissen.“

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