Blumenbecker-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Fink

Industrie und Handwerk sind aufregender als Casting Shows

Freitag 08. Jul. 2011

Dr. Wolfgang Fink über die Gründe, warum Blumenbecker die "Altenberger Erklärung" unterzeichnet hat

(Beckum) Am 17. März 2011 verabschiedeten über 80 Industrieunternehmen aus der Region Nord-Westfalen in Altenberge eine Erklärung, in der sie sich verpflichten, in den nächsten fünf Jahren das Bewusstsein für die Bedeutung der Industrie als Fortschritts- und Beschäftigungsmotor zu stärken. Einer der Unterzeichner ist die Blumenbecker Gruppe mit Hauptsitz in Beckum.

In der Erklärung heißt es: "Wir wollen Menschen, vor allem auch junge Menschen, die ihren beruflichen Weg noch vor sich haben, für Industrie begeistern und sie für eine Mitarbeit in unserer Industrie gewinnen. Wir wollen für Akzeptanz, Wertschätzung und für eine aktive Unterstützung in der Bevölkerung werben und damit das Image unserer Industrie […] deutlich und dauerhaft verbessern."

Unter dem Leitmotto In|du|strie – Gemeinsam. Zukunft. Leben. wollen die unterzeichnenden Unternehmen ihre Kräfte bündeln und den ökonomischen, ökologischen und sozialen Nutzen von Industrie und Handwerk sichtbar machen.

"Auch wir beobachten bei der deutschen Jugend eine Orientierung weg von den technischen Fähigkeiten, welche diesem Land den heutigen Wohlstand ermöglicht haben und immer noch ermöglichen", erläutert Dr. Wolfgang Fink, Geschäftsführer der Blumenbecker Gruppe, die Gründe, warum das Beckumer Unternehmen sich an der Initiative beteiligt. "Wir bei Blumenbecker leisten als Teil des produzierenden Gewerbes in unseren Wirtschaftsregionen einen wertvollen Beitrag für die Gemeinschaft. Wir wollen deutlich machen, dass Industrie und Handwerk aufregender sind als Casting Shows oder das Dschungel-Camp. Denn hier geht es um die reale Welt, die wir selbst gestalten können."

Rekrutierung von Fachkräften immer schwieriger

Bei einer repräsentativen Emnid-Umfrage Anfang 2011 wurde das Image der deutschen Industrie lediglich mit der Schulnote befriedigend bewertet. Dabei, so Dr. Fink, habe gerade die gute Position der deutschen Technik und deren Nachfrage durch die internationale Wirtschaft dafür gesorgt, dass man viel besser als die Nachbarländer durch die Wirtschaftskrise gekommen sei. Damit das so bleibe, würden qualifizierte Fachkräfte benötigt. Deren Rekrutierung sei allerdings nicht nur aufgrund der demografischen Entwicklung schwierig, sondern auch, weil sich viele junge Menschen wegen des schlechten Images der Industrie und des Handwerks heute für andere Berufe entschieden.

"Fachkräftemangel und ein negatives Image von Industrie und Handwerk sind nicht nur ein deutsches, sondern ein europäisches, wenn nicht gar weltweites Problem", betont Dr. Fink. "Auch in Polen oder Prag, um nur zwei Beispiele zu nennen, wird es immer schwieriger, gutes Personal zu finden und zu halten. Deshalb gehen unsere Gesellschaften dort auch in Schulen und Universitäten, um den Vorurteilen vieler junger Leute schon frühzeitig entgegenzutreten."

Die Blumenbecker Gruppe mit Stammsitz in Beckum umfasst 19 Unternehmen in den Unternehmensbereichen Automatisierungstechnik, Engineering, Industriehandel, Industrieservice und Technik. Mehr als 1.000 Mitarbeiter an über 30 Standorten in Deutschland, Polen, Russland, Tschechien, der Slowakei, der Ukraine, Indien, den USA sowie in China (P.R.) unterstützen mit einem vielfältigen Dienstleistungsangebot aus einer Hand die Kunden weltweit im globalen Wettbewerb.

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