Foto 1: Marius Mann, Personalleiter bei ZINQ

Foto 2: Benjamin Tillwix

Foto 3: Oberhausen, 20.11.2015: Ehrung der landesbesten Azubis aus ganz Nordrhein-Westfalen - mit dabei Sebastian Feist.

Foto 4: Carsten Taudt, Geschäftsbereichsleiter Bildung und Fachkräftesicherung der IHK Nord Westfalen. Foto: IHK

„Mach dein ZINQ“: Der neunte Jahrgang ist da!

Donnerstag 15. Sep. 2016

Echte Chancen Geht es nach der Schule in einen Ausbildungsberuf oder ins Studium? Jugendliche und Eltern sind oft verunsichert, wenn es um die Perspektiven nach der Schule geht. Und auch viele Unternehmen straucheln hier, auf der Suche nach der Zukunft. Wie schön, dass es fassbare Lösungsansätze gibt.

Längst ist der Scheitelpunkt einer jahrelang etwa gleichen Verteilung zu Gunsten des Studiums entschieden. Und damit beginnen mehr junge Menschen mit einem Studium, als dass sie den Weg der dualen Ausbildung suchen, bestätigt auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ein durchaus fataler Weg der Überakademisierung, schließlich bildet die Kombination aus dualer Ausbildung, betrieblicher Praxis und Berufsschulunterricht die Qualitätsgrundlage deutscher Produkte. "In unseren Ausbildungen wird mehr vermittelt, als nur das Rüstzeug für einen begrenzten Arbeitsauftrag. Deshalb erzielen Fachkräfte in Deutschland eine höhere Arbeitsqualität als in Ländern mit anderen Ausbildungssystemen", weiß Carsten Taudt, Geschäftsbereichsleiter Bildung und Fachkräftesicherung der IHK Nord Westfalen. Natürlich, wer in der Praxis geschult ist, kann Arbeitsab-läufe und Produkte einfacher verbessern und sich leichter auf Herausforderungen einstellen. Hier schult die Erfahrung vor Ort, nicht die Tiefe der Fachwissenschaft – so wichtig sie auch ist.

Spannende Jahre
Im Wissen um die schwindenden Ausbildungszahlen gehen Unternehmen unterschiedliche Wege, um ihre Leistungsziele auch zukünftig zu erfüllen. Beispiel: Voigt & Schweitzer. Das europaweit tätige Feuerverzinkungsunternehmen – das sich den bezeichnenden Dachnamen ZINQ® gab – ist als Metaller dringend auf kompetente Mitarbeiter von Morgen angewiesen und startete mit seiner „Mach dein ZINQ“-Initiative bereits vor Jahren eine effektive Offensive, um junge Menschen ernsthaft für sich zu interessieren. Mit Erfolg. Am 1. September 2016 starteten deutschlandweit 30 neue ZINQ-Azubis in die gewerblich-technische Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik mit Schwerpunkt Feuerverzinken. "Das ist auch für uns eine echte Rekordzahl", meint der Personalleiter Marius Mann. Vor den jungen Mitarbeitern liegen nun drei spannende Jahre, in denen sie Theorie im fachbezogenen Schulunterricht tanken und praktische Erfahrungen im Betrieb sammeln. Außerdem kommen sie mit kooperierenden Unternehmen in Kontakt, durchlaufen Schulungen zur Metallbearbeitung/Schweißtechnik und machen nicht zuletzt ein Praktikum bei der Firma Henkel in Düsseldorf.

Führungspositionen von Morgen
Es ist die Abstimmung der schulischen und betrieblichen Ausbildungsinhalte sowie ein Prüfungssystem, das Praktiker aus den Betrieben als Prüfer einsetzt und das die Ausbildung an Bedürfnisse der Betriebe koppelt. Ein sich beeinflussendes Miteinander zwischen Industrie, Kammern und einer jungen Generation von Arbeitnehmern. ZINQ bildet derzeit 90 Auszubildende aus, von denen die Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik das Gros bilden – eine beachtliche Zahl. Startete der erste Jahrgang 2001 immerhin noch mit 18 Auszubildenden, so haben seit 2001 über 100 Azubis ihre ZINQ-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Und: Rund 80 Prozent von ihnen erhielten im Anschluss sofort eine Anstellung, die für den ein oder anderen in eine aktuelle Führungsposition mündete.

Wichtige Soft Skills

Einer von Ihnen ist Benjamin Tillwix, der seine Ausbildung 2010 erfolgreich abschloss und der nach der Weiterbildung zum Industriemeister heute eine feste Leitungskapazität in der Produktion ist. Sein Rat: "Ich kann jedem Azubi nur raten, in den drei Lehrjahren so viele Fragen wie möglich zu stellen. Es gibt einfach keine dummen Fragen. Stattdessen haben viele Antworten ein immer klareres Bild meiner Arbeitswelt gezeichnet". Offenheit und echtes Interesse waren und sind Schlüsselqualifikationen – nicht nur die eines Auszubildenden. Auch die Unternehmen dürfen umdenken, denn unterschiedliche Schulabschlüsse und andere per-sönliche Werdegänge lassen das Einstiegsalter in einen Ausbildungsberuf heute mehr denn je variieren und liegen mittlerweile großräumig zwischen 16 und 25 Jahren. Das verlangt Flexibilität auf beiden Seiten.  

Besten-Ehrung
Sebastian Feist hat seine Ausbildung im Jahr 2015 mit 32 Jahren beendet – und zwar als bester Verfahrensmechaniker Deutschlands. Zahlreiche Ehrungen erreichten den wortwörtlich ausgezeichneten Mitarbeiter und nicht zuletzt besuchte er eine beeindruckende Gala für die besten Auszubildenden aus Deutschland in Berlin, die von einer gewissen Barbara Schöneberger humorig wie kompetent moderiert wurde. Der Weg dorthin erwies sich aber als steinig und hürdenreich. "Nach dem Abitur habe ich viele Jahre Sozialpädagogik studiert. Mir fehlten aber immer der technische Bezug und das optische Ergebnis der Mühen. Diese sehe ich heute jeden Tag. Die Ausbildung zu absolvieren war definitiv die richtige Entscheidung. Voigt & Schweitzer ist für mich wie eine Familie geworden und bietet mir in einem großen Umfeld unglaublich viele Chancen zur weiteren Entwicklung", erklärt Feist. Nicht der einzige Mitarbeiter auf den Voigt & Schweitzer sehr stolz ist.

Unternehmensaufgaben
ZINQ steht voll und ganz hinter der dualen Ausbildung und bietet seinen Auszubildenden drei besondere Jahre. "Bei uns gibt es keine Anwerber-Präsente für Bewerber, z. B. Handys, weil wir keine Azubis kaufen wollen. Wir schaffen berufliche Perspektiven", ergänzt der Personaler Marius Mann. Und das spricht sich rum: Parallel zur Anzahl der Auszubildenden stieg über die Jahre auch die Bewerberzahl. Gingen 2001 noch 85 Bewerbungen ein, verdreifachte sich der Wert bis 2016 auf 257 Bewerbungen. In 15 Jahren kamen so rund 2.000 Ausbil-dungs-Bewerbungen zusammen. Wer gute Ausbildungen bietet, erhält auch gute Bewerber. "Nur so gewinnen Betriebe die Fachkräfte, die sie wirklich benötigen", meint Carsten Taudt von der IHK Nord Westfalen. Schließlich bestimmen die Betriebe allein, welche Berufe sie in welchem Umfang ausbilden. Ergänzt um ein vielfältiges Weiterbildungssystem. Aufstiegsfortbildungen wie etwa der Industriemeister, Studienmöglichkeiten für beruflich Qualifizierte und unzählige fachliche Weiterbildungen sichern die passende Qualifikation für das gesamte Berufsleben.

Realität: Berufswelt
Qualifikationen, die auch Björn Waterwiese erwarb. Er gehörte zu den ersten gewerblich-technischen Azubis, die 2001 ihre Ausbildung begannen. Heute ist er Betriebsleiter am Standort Hagen. Und auch Marcel Gruijters beendete seine ZINQ-Ausbildung erfolgreich und ist heute Schichtleiter in der Verzinkerei in Duisburg. Keine Einzelfälle, sondern ein programmatischer Unternehmensansatz, der sich heute souverän auf die Zukunft ausrichtet. Vielleicht ist der Weg über das Studium charmanter, was Status, Verdienst und Chancen angeht. Doch die Realität der Berufswelt von Geisteswissenschaftlern bis zu den Ingenieuren zeichnet bisweilen eine andere Wirklichkeit ab. Eine Wirklichkeit, die den Ausbildungsberufen oftmals handfestere Möglichkeiten offeriert. Nicht nur bei Voigt & Schweitzer – alias ZINQ.


Über Voigt & Schweitzer:

ZINQ® mit Q wie Qualität

Seit mehr als 125 Jahren auf Feuerverzinken und Beschichten spezialisiert, ist Voigt & Schweitzer heute das marktführende Unternehmen im Bereich Korrosionsschutz auf Stahl durch Zink.
Als inhabergeführtes Unternehmen wächst ZINQ  durch innovative Oberflächen, die unter der Marke ZINQ® für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete der Stahlverarbeitung entwickelt werden.
So werden jedes Jahr an 22 Standorten in Deutschland über 400.000 t Stahl mit ZINQ vor Korrosion geschützt.

Pressekontakt
Voigt & Schweitzer GmbH &  Co. KG
Nordring 4
D-45894 Gelsenkirchen
Tel.:     +49 209 319270-0
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