Michael von Bartenwerffer als Sprecher der "Industrie in Münster", Unternehmer Titus Dittmann, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, AGRAVIS-Vorstandschef Dr. Clemens Große Frie, Gustav Deiters, Vizepräsident IHK Nord Westfalen und Sprecher der Initiative sowie Dr. Benedikt Hüffer, Präsident der IHK Nord Westfalen komplettierten gestern gemeinsam mit dem Graffiti-Künstler (l.) das Großkunstwerk.

XXL-Graffiti bei der AGRAVIS Raiffeisen AG enthüllt

Donnerstag 08. Sep. 2011

Unternehmen präsentiert sich als aktiver Botschafter der Akzeptanzoffensive Industrie

"Industrie und Nachwuchsförderung liegen eng beieinander"

Weder trist noch langweilig, sondern modern, spannend und vielfältig – Nord-Westfalens Industrie arbeitet an einem besseren Image. Dieses positive Bild möchte auch die AGRAVIS Raiffeisen AG nach außen tragen und hat dazu am Industrieweg in Münster ein deutliches Zeichen gesetzt: Auf der rund 100 Quadratmeter großen Fassade an der Unternehmenszentrale kann ab sofort ein Imagemotiv der Industrie-Kampagne bewundert werden.

Professionelle Graffiti-Künstler vom bekannten Münsteraner Unternehmer Titus Dittmann haben die Fassade des AGRAVIS-Gebäudes in den vergangenen Wochen mit dem Motiv verschönert – einem kleinen Mädchen mit Bauhelm im Vordergrund, Gasometer und AGRAVIS-Silos im Hintergrund. Mit dieser Aktion präsentierte die AGRAVIS als erstes Unternehmen in Münster das Kampagne-Motiv im XXL-Format – und unterstützte gleichzeitig die Titus Dittmann-Initiative "skate-aid" mit einer großzügigen Spende.

AGRAVIS-Vorstandschef Dr. Clemens Große Frie, Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, Gustav Deiters, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen und Sprecher der Initiative, und Michael von Bartenwerffer als Sprecher der "Industrie in Münster" legten gestern gemeinsam mit Unternehmer Titus Dittmann letzte Hand an das Großkunstwerk. Sie betonten dabei übereinstimmend die Bedeutung der Industrie für die Universitäts- und Verwaltungsstadt Münster, die mit über 12.300 Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe der zweitgrößte Industriestandort Nord-Westfalens nach Gelsenkirchen ist. Die Industrie dürfe deshalb als wichtiger wirtschaftlicher Faktor der Stadt nicht in den Hintergrund geraten. "Industrie sichert Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. Dieses Engagement sollte für die Bevölkerung viel transparenter gemacht werden", unterstrichen sie gemeinsam das Ziel der Akzeptanzoffensive.

Für Dr. Clemens Große Frie ist das Imagemotiv ein passendes Bild: "Industrie und Nachwuchsförderung liegen eng beieinander", erläuterte der AGRAVIS-Vorstandsvorsitzende vor rund 50 Vertretern von Wirtschaft, Politik und Bildung. "Um Nachwuchs für ein Unternehmen zu gewinnen, ist ein gutes Image hilfreich. Wir sehen mit der Übernahme der Botschafterrolle bei dieser Kampagne eine sinnvolle Möglichkeit, junge Menschen auf uns als attraktiven und modernen Arbeitgeber nachhaltig aufmerksam zu machen." Die Nachwuchsförderung sei schließlich wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

Oberbürgermeister Markus Lewe lobte das Engagement der Industrieunternehmen in Münster "Diese Aktion unterstreicht, wie aktiv Industrieunternehmen mit kreativen, zukunftsorientierten Ideen den Nachwuchs und den Wirtschaftsstandort vor Ort fördern. Das dient der Zukunftssicherung und Anziehungskraft von Münster als Arbeits- und Lebensmittelpunkt."

IHK-Vizepräsident Gustav Deiters gab als Sprecher einen Überblick über die Ziele der Akzeptanzoffensive: "Mit unserer Initiative wollen wir mit den Menschen in den Dialog treten, ihnen das ‚Du’ anbieten und über die gesellschaftliche Bedeutung und das Engagement der regionalen Industrie ins Gespräch kommen." Mit einem schwachen "Befriedigend", das sie von der Bevölkerung in der Region vor einigen Monaten bekommen habe, sei die Industrie überhaupt nicht zufrieden. "Wir wollen wieder für unsere Industrie begeistern und zeigen, dass wir als Arbeitgeber, Ausbilder, Fortschrittsmotor und Innovationstreiber viel zu bieten haben", betonte Deiters.

Unterstützung für die Akzeptanzoffensive gab es auch von der Initiative "Industrie in Münster" (IiM), die sich seit 15 Jahren mit verschiedenen Aktivitäten wie dem Schülerwettbewerb bizz4u und dem Industriekonvent für die berechtigten Interessen der Industrie in der Westfalenmetropole einsetzt. "Uns ist es in beharrlicher Arbeit gelungen, Verwaltung und Politik vom Wert und Nutzen der heimischen Industrie zu überzeugen. Jetzt muss auch bei den Bürgern noch viel intensiver verankert werden, dass jedes Industrieunternehmen ein starkes Stück Zukunft für diese Stadt ist", so Michael von Bartenwerffer, langjähriger Sprecher der IiM.

Auch für den Unternehmer und "Anstifter" Titus Dittmann trägt die Industrie entscheidend zum Wohl der Gesellschaft bei. "Ohne ausreichende Arbeitsplätze in produktiven Bereichen lässt sich der überdimensionierte Verwaltungs- und Dienstleistungsapparat unserer Gesellschaft nicht finanzieren. Irgendjemand muss schließlich den Mehrwert schaffen, mit dem die ihn Verwaltenden bezahlt werden", betonte Dittmann. Gerade deshalb sei diese Initiative für ein von Behörden und Verwaltung geprägtes Münster so wichtig.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG sichert ebenfalls Arbeitsplätze in der Region und ist auch beim Thema Ausbildung sehr engagiert. Derzeit sind mehr als 500 Auszubildende im Konzern beschäftigt, was einer Ausbildungsquote von rund zehn Prozent entspricht. Erst Anfang September haben 175 junge Frauen und Männer ihre Ausbildung bei der AGRAVIS begonnen. Insgesamt bietet das Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit mehr als 5.200 Mitarbeitern 23 Ausbildungsberufe an. Zu den beliebtesten zählen Mechaniker/in für Land- und Baumaschinentechnik, Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel und Kraftfahrzeug-Mechatroniker. Vom Automobilkaufmann über den Müller, Pharmakant, Chemielaboranten bis zum Vulkaniseur und Wirtschaftinformatiker werden auch seltenere Berufsbilder angeboten. "Wir suchen jedes Jahr interessierte und motivierte junge Menschen, die ihre Ausbildung bei uns machen", betont Große Frie. "Auch qualifizierten Fachkräften können wir attraktive Arbeitsplätze bieten und möchten die Kampagne nutzen, die AGRAVIS und ihren Tätigkeitsbereich in der Öffentlichkeit bekannter zu machen."

Das Unternehmen unterstützt gemeinsam mit rund 140 Industrieunternehmen aus Nord-Westfalen die Akzeptanzoffensive "In|du|strie – Gemeinsam. Zukunft. Leben.", die die IHK Nord Westfalen im Frühjahr 2011 ins Leben gerufen hat. Die Akzeptanzoffensive zielt darauf ab, die Bedeutung der Industrie für die Gesellschaft wieder in den Fokus von Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung zu rücken.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit knapp 5,4 Mrd. Euro Umsatz und aktuell rund 5.200 Mitarbeitern. Die geschäftlichen Schwerpunkte der AGRAVIS Raiffeisen AG liegen in den klassischen Agrarsparten Getreide, Ölsaaten sowie Futtermittel, Düngemittel, Pflanzenschutz und Saatgut. Bedeutende Aktivitäten bestehen zudem in den Bereichen Agrartechnik und Energie. Darüber hinaus wird ein Einzelhandelsgeschäft in den Raiffeisen-Märkten betrieben. Eine nennenswerte wirtschaftliche Rolle kommt zudem dem Baustoffhandel zu.
Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist Großhandelspartner der Primärgenossenschaften vor Ort, die das Geschäft mit den Landwirten verantworten. Daneben beliefert die AGRAVIS Raiffeisen AG über Tochtergesellschaften – in Regionen ohne Primärgenossenschaften – die Landwirte auch direkt.
Das Arbeitsgebiet der AGRAVIS Raiffeisen AG reicht über große Teile Nordrhein-Westfalens bis nach Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Darüber hinaus bietet die AGRAVIS-Gruppe ihre Geschäftsmöglichkeiten und Dienstleistungen auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an. Unternehmenssitze sind Hannover und Münster.

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