Auslandsumsatz der Industrie um 17 Prozent gewachsen

Montag 27. Feb. 2012

Export wieder auf Rekordniveau

Münsterland / Emscher-Lippe-Region. - 17 Prozent mehr Umsatz im Ausland:
Der Export der nord-westfälischen Industrie ist im vergangenen Jahr deutlich stärker gestiegen als im Landesdurchschnitt. Hier lag der Zuwachs bei elf Prozent. Mit 17,3 Milliarden Euro erreichte der Auslandsumsatz der Industriebetriebe aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region 2011 exakt den bisherigen Höchstwert, der 2008 vor Ausbruch der Finanzkrise erzielt worden war, teilte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen mit.

"Das Auslandsgeschäft war für Nord-Westfalen der entscheidende Wirtschaftsmotor der vergangenen Jahre", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing. Bereits in 2010 waren die Auslandsumsätze um 22 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro geklettert. "In nur zwei Jahren haben die Unternehmen im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region ein Exportplus von 43 Prozent erwirtschaftet", betont der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Die Exportquote ist auf 41 Prozent gestiegen. Auch ein längerfristiger Zahlenvergleich verdeutlicht die Bedeutung des Außenhandels für die Region:
Über 70 Prozent des Zugewinns beim Gesamtumsatz des Produzierenden Gewerbes kamen seit 1980 aus dem Auslandsgeschäft. "Bei schleppendem Inlandsabsatz sind die rasanten Beschäftigungsgewinne seit Mitte des letzten Jahrzehnts im Wesentlichen den Absatzerfolgen jenseits der deutschen Grenzen zuzuschreiben", so Schulte-Uebbing. Im vergangenen Jahr legten die Industriebetriebe besonders in den Kreisen Warendorf und Steinfurt deutlich zu. "Hier wirkten sich unter anderem Nachholeffekte im Maschinenbau aus", so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

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