Die neue Membranelektrolyse-Anlage in Ibbenbüren wurde in rund eineinhalbjähriger Bauzeit fertiggestellt. Quelle: AkzoNobel Specialty Chemicals

Eröffnungsveranstaltung Ibbenbüren. Im Bild: Christian Kullmann, Armin Laschet, Werner Fuhrmann Quelle: AkzoNobel Specialty Chemicals

MINISTERPRÄSIDENT ARMIN LASCHET ERÖFFNET MEMBRANELEKTROLYSE VON AKZONOBEL UND EVONIK

Dienstag 13. Feb. 2018

Evonik und AkzoNobel Specialty Chemicals errichten Anlage als Joint Venture gemeinsam

Herstellung von Chlor und Kalilauge im Membranverfahren

Evonik bekennt sich ausdrücklich zum Industriestandort NRW

Ibbenbüren.
Ministerpräsident Armin Laschet hat heute die neue Membranelektrolyse-Anlage von AkzoNobel Specialty Chemicals und Evonik offiziell in Betrieb genommen. Die neue Anlage wurde von den beiden Unternehmen gemeinsam in Ibbenbüren errichtet und wird im Rahmen des Joint Ventures „Neolyse Ibbenbüren GmbH“ von AkzoNobel betrieben. Sie entstand im Kostenplan und in eineinhalb Jahren Bauzeit unweit der Steinkohlenzeche Ibbenbüren, die Ende dieses Jahres geschlossen wird. „Mit der neuen Anlage setzen beide Unternehmen ein Zeichen für den erfolgreichen Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen“, sagte Ministerpräsident Laschet während einer Feierstunde vor etwa 150 Gästen. „Die Steinkohle geht, doch die Industrie bleibt. Sie packen den Wandel an, statt ihn nur abzuwarten – so bleibt unser Land eine leistungsfähige Industrieregion." 

Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender von Evonik, bekannte sich ausdrücklich zum Industriestandort NRW. „Unser Konzern war und ist aufgrund seiner Historie der Kohle eng verbunden“, sagte Kullmann während der Eröffnung. „Wir nehmen unsere unternehmerische Verantwortung ernst und werden mit unseren Standorten auch in Zukunft zu einem weiterhin erfolgreichen Strukturwandel in NRW beitragen.“ Die moderne Membranelektrolyse und das Joint Venture mit einem renommierten Partner wie AkzoNobel stünden dabei für die kreativen Lösungen, die Evonik vorantreibe. Allerdings bedürfe es stabiler politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen, um Planungssicherheit für solche Zukunftsinvestitionen zu gewährleisten. 

Die neue Anlage sichert mit ihrer umweltfreundlichen Produktion Arbeitsplätze in der Region und stärkt das dortige Chemiecluster. In ihr werden in einem Membranverfahren Chlor, Wasserstoff und Kalilauge hergestellt. „Unsere Membranelektrolyse mit modernster Technologie stellt einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen unserer Strategie der nachhaltigen Chemieproduktion dar“, sagte Werner Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender von AkzoNobel Specialty Chemicals. „Jede Tonne Chlor, die wir hier produzieren, wird im Vergleich zu früheren Verfahren den ökologischen Fußabdruck um 25 bis 30 Prozent reduzieren.“ Das Ergebnis seien ein verringerter Energiebedarf, niedrigere Kosten und weniger CO2-Emissionen. „Damit setzen wir Maßstäbe in der Chlor-Alkaliproduktion“, betonte Fuhrmann. 

Beide Vorstände lobten die gute Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten, auch angesichts eines ambitionierten Zeitplans, und sprachen ihren Dank aus. Der künftige Geschäftsbetrieb ist klar geregelt: Das Chlor sowie bei der Produktion entstehender Wasserstoff werden von AkzoNobel am Standort weiterverarbeitet oder an Kunden verkauft. Evonik vermarktet die in Ibbenbüren produzierte Kalilauge oder transportiert sie per Schiff zur Weiterverarbeitung an den eigenen Standort Lülsdorf bei Köln. 

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