Freut sich mit dem siegreichen Team aus Münster: Harald Golombek, Blumenbecker Automatisierungstechnik (3.v.l.)

Blumenbecker sponsert VDE-Technikpreis

Dienstag 11. Sep. 2012

Innovative Projekte von Schülerinnen und Schülern ausgezeichnet

Der VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) schreibt seit 2004 jährlich den VDE-Technikpreis aus, der bei Schülerinnen und Schülern in NRW Technikinteresse auf dem Gebiet der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik wecken und fördern soll. Am 05. September fand die diesjährige Preisverleihung im RWE-Kasino in Essen statt. Das Preisgeld für den ersten Platz in Höhe von 2.500 Euro wurde dabei von der Blumenbecker Automatisierungstechnik GmbH gestiftet.

Vor dem RWE Kasino in der Altenessener Straße am nördlichen Rand der Essener Innenstadt herrscht schon eine Stunde vor dem offiziellen Veranstaltungsbeginn ein lebhaftes Treiben. Gruppen von Schülerinnen und Schülern, unterstützt von Lehrern und Eltern, schleppen Kisten und Computer ins Gebäude. Wo sonst die Mitarbeiter der umliegenden RWE Gesellschaften zu Mittag essen, stehen jetzt lange Reihen von Tischen, auf denen es aussieht wie in einem riesigen Elektronikbaukasten. In einer Ecke wird ein Gestell errichtet, das an die Zeltstangen eines großen Tipis erinnert. "Das wird ein mobiles Foucault'sches Pendel", erklärt einer der Jugendlichen, die hier bei der Arbeit sind.

Sieben von zehn Schülerteams schafften es mit ihren Projekten ins Finale. "Das macht die Auswahl für die Jury etwas einfacher", schmunzelt Harald Golombek, Geschäftsführer der Blumenbecker Automatisierungstechnik GmbH. Er verweist auf die Tradition, die die Förderung des technischen Nachwuchses bei Blumenbecker hat. "Mit unserer Stiftung des Preisgeldes für den ersten Platz knüpfen wir an die gute Tradition des Blumenbecker Preises an, der früher jedes Jahr für herausragende Studienarbeiten verliehen wurde. Der VDE-Technikpreis setzt bei einer anderen Altersgruppe an, ist aber ebenso wichtig, weil er Schülerinnen und Schüler an die moderne Elektro- und Informationstechnik heranführt."

Beim Rundgang durch die Halle ließ er sich die Projekte von den Schülern vorstellen, zum Beispiel eine Kombination aus Bionik und Robotik, die den dritten Preis erhielt: eine Raupe, gebaut aus Fischertechnik, mit zugehörender Steuerungssoftware. Golombek: "Die Steuerung der Raupe ist eine sehr komplexe Aufgabenstellung. Da stecken viel Arbeit und Fachwissen drin."

Beeindruckt war er auch von einem RFID-System mit Chipkarten, die den Zugang zu den Schultoiletten regelt – integriert wurde auch noch eine Geldkartenfunktion, mit der der Kaffeeautomat bedient werden kann. Das durchdachte System überzeugte Golombek: "Es ist interessant, dass die Schüler über den Tellerrand geblickt haben. Sie arbeiten zwar mit vorhandenen Systemen, aber entdecken neue Anwendungsbereiche dafür. Das ist innovativ und technisch anspruchsvoll." Die Jury zeichnete das Projekt mit dem zweiten Preis aus.

Die jüngsten Teilnehmer waren drei Schüler der siebten Klasse des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums in Münster. Ihr Projekt hieß "Future Garden". Mit NXT-Robotern von LEGO wird eine kleine Rasenfläche automatisch gemäht, gedüngt und gewässert. Dieses funktionierende Modell überzeugte die Jury so sehr, dass sie dem Projekt den ersten Preis in Höhe von 2.500 Euro zuerkannte.

"Es war interessant zu sehen, wie weit die Schülerinnen und Schüler auf technischem Gebiet sind", zieht Harald Golombek ein positives Fazit. "Auch das theoretische Niveau war bei einigen Gruppen sehr hoch. Wir sind dem VDE dankbar, dass er mit solchen Veranstaltungen eine Begegnungsmöglichkeit zwischen Unternehmen und Schülern schafft, bei der man sich auch über die Erwartungshaltungen der Schüler und die Anforderungen der Praxis austauschen kann. Denn Nachwuchsförderung kann nicht allein eine Aufgabe von Schulen und Hochschulen sein, auch die Betriebe und Unternehmen - die letztendlich davon profitieren – müssen sich dieser Aufgabe stellen."

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