Frauenpower bei Blumenbecker

Führende Positionen in vier Unternehmensbereichen

Macht sich für Frauen stark: Astrid Blumenbecker

Die Erfolgsgeschichte der Blumenbecker Gruppe ist eng mit dem Namen Marianne Blumenbecker verbunden, die das Unternehmen, gemeinsam mit ihrem Bruder Bernhard, von einem lokalen Anbieter zu einem internationalen Industriedienstleister entwickelte. Auch heute hat eine Frau bei Blumenbecker das letzte Wort: Astrid Blumenbecker ist als Mehrheitsgesellschafterin in die Fußstapfen ihrer Tante getreten. Und sie macht sich dafür stark, dass in dieser traditionell von Männern geprägten Branche mehr Frauen in Führungspositionen gelangen.

Mit Sonja Foremny gibt es eine Geschäftsführerin, die für die Geschicke der Blumenbecker Industrie-Service GmbH verantwortlich ist. Den drei chinesischen Blumenbecker Gesellschaften steht als Geschäftsführerin Xiaoling Di-Heil vor, so wie in Russland Marina Vandeberg der Blumenbecker OOO in Moskau. Bei der Westekemper Engineering GmbH in Münster hält die Prokuristin Isabell Honekamp die Fäden des weltweiten Industriehandels in der Hand, und bei der Blumenbecker Technik GmbH in Bad Lauchstädt ist Gisela Hartkopf seit vielen Jahren Prokuristin.

Unterschiedliche Karrierewege

Die Karrierewege der Führungsfrauen bei Blumenbecker sind dabei durchaus unterschiedlich. So absolvierte Sonja Foremny nach dem Abitur bei Mannesmann DEMAG Baumaschinen eine Ausbildung als Energieanlagenelektronikerin. Es folgte zunächst eine Laufbahn im Mannesmann Konzern, der in der Position der 'Kundendienstleitung' endete, in der sie mit für das vollautomatische Containerterminal in Hamburg verantwortlich war.

Sie schloss ein nebenberufliches Studium zum Wirtschaftsingenieur in Köln erfolgreich ab, dessen Diplomarbeit ihr zudem den VDI-Preis einbrachte, und baute in dieser Zeit hauptberuflich bei Gottwald die Kundendienststruktur für Terminals auf. Nach weiteren vier Jahren als Mitarbeiterin eines großen Beratungsunternehmens wollte sie dann wieder zurück in die Praxis und kam zur Blumenbecker Industrie-Service GmbH, bei der sie heute die Verantwortung für rund 200 Mitarbeiter in acht Niederlassungen zwischen Essen und Kiel innehat.

Marina Vandeberg wurde in Russland geboren und studierte Wirtschaftswissenschaften an der Staatsuniversität von St. Petersburg. Anschließend arbeitete sie elf Jahre für Pricewaterhouse Coopers, die letzten vier davon in London, wo sie zusätzlich einen britischen Abschluss im Rechnungswesen erwarb (ACCA). Danach zog sie nach Belgien und machte sich als unabhängige Beraterin für den russischen Markt selbstständig. So
kam sie auch mit Blumenbecker in Kontakt. Sie war von 2008 bis 2011 Geschäftsführerin von Blumenbecker OOO und hat diese Position, nach einer kurzen Unterbrechung, seit 2012 wieder inne.

Geballte Frauenpower

"Geballte Frauenpower" lautet das Stichwort bei der Westekemper Engineering GmbH in Münster, die seit vielen Jahren darauf spezialisiert ist, Werkzeuge und Maschinen in alle Welt zu liefern. Hier wickelt Prokuristin Isabell Honekamp mit ihren beiden Mitarbeiterinnen Ilka Humpohl und Daniela Rohlmann Projekte in aller Welt ab. Zu den Kunden gehören Hilfsorganisationen der UN ebenso wie der Energiegigant Gazprom.

Eine der Spezialitäten des Unternehmens ist die Lieferung von Werkstattausrüstungen in alle Welt, eine andere die von Ersatzteilen für Maschinen, die noch in der ehemaligen DDR gebaut wurden und von denen man in Afrika noch jede Menge findet. Da müssen Honekamp, die seit 2004 im Unternehmen ist, und ihre Kolleginnen manchmal echte Sherlock Holmes-Arbeit leisten, um diese aufzutreiben.

Für Mehrheitsgesellschafterin Astrid Blumenbecker sind das Schritte in die richtige Richtung. "Meine Tante, Marianne Blumenbecker, hat die Vorurteile, denen eine Frau an der Spitze eines Industrieunternehmens manchmal entgegentreten muss, selbst erlebt. Deshalb ist ihr die Förderung von Frauen stets ein besonderes Anliegen gewesen. Vielleicht finden Frauen darum bei uns mehr Möglichkeiten vor als in manchen anderen Industriebetrieben."