Mit Sicherheit zum Erfolg

Man riecht nichts, man schmeckt nichts, man fühlt nichts – nur reine Gladbecker Luft. Das ist auch gut so. Denn beim Gladbecker Chemieunternehmen INEOS Phenol gehört die Sicherheit zu den wichtigsten Unternehmensprinzipien und ist ein unabdingbarer Erfolgsfaktor. „Nur wenn wir absolut sicher produzieren“, erklärt Geschäftsführer Joachim Pieper, „produzieren wir auch wirtschaftlich.“

Der Chemieriese von nebenan

Für Geschäftsführer Joachim Pieper hat die Sicherheit höchste Priorität.

Auf den Schultern des Geschäftsführers liegt eine große Verantwortung. Die Phenolanlage in Gladbeck ist die größte der Welt – und liegt aufgrund der gewachsenen Strukturen mitten in einem Wohngebiet. Jährlich werden hier 650.000 Tonnen Phenol und 400.000 Tonnen Aceton produziert. Das entspricht etwa 90 Tanklastwagen Phenol und 55 Tanklastwagen Aceton pro Tag. Das Werk verlassen die Produkte allerdings hauptsächlich über die Schiene: Über 80 Prozent der Phenoltransporte werden über Eisenbahnkesselwagen abgewickelt.

INEOS Phenol Gladbeck

Wichtige Komponenten für zahlreiche Anwendungen

Verwendet werden Phenol und Aceton als Rohstoff in der Kunststoffindustrie, etwa für CDs, Automobilteile, Plexiglas oder Spanplatten. Ein prominentes Beispiel für die Verwendung von Aceton ist darüber hinaus der Nagellackentferner. Aber auch das berühmte Acrylglasdach des Kölner Hauptbahnhofs hätte ohne Aceton so nicht realisiert werden können. Neben der Verwendung in Kunststoffen ist Phenol auch in Harzen und Klebern, Reinigungsmitteln oder Flugzeugfenstern zu finden. Zudem ist es wichtiger Ausgangsstoff zur Herstellung des Arzneimittels Aspirin. Ganz ungefährlich sind die Produkte allerdings keineswegs: Phenol ist toxisch und im direkten Kontakt schädlich für Mensch und Umwelt. In puncto Sicherheit gibt es bei INEOS Phenol deshalb keine Kompromisse: Alle Produkte werden in geschlossenen Systemen gehandhabt – und es wird Sorge getragen, dass sie da auch ausnahmslos bleiben.

Höchste technische Sicherheitsstandards

In der modernen Leitwarte des Unternehmens laufen alle Informationen zusammen.

„Der Schutz der Umwelt und die Gesundheit der Menschen im und um das Werk haben bei uns höchste Priorität“, so Joachim Pieper. „Drei Aspekte sind für uns deshalb entscheidend: Die Qualität der Produkte, die Sicherheit der Anlagen zum Schutz der Umwelt und der Anwohner sowie die Sicherheit der Mitarbeiter bei ihrer Tätigkeit müssen zwingend gewährleistet sein.“ Erreicht wird dies durch das Zusammenspiel von verschiedenen, genau aufeinander abgestimmten Maßnahmen und durch die ständige Modernisierung und Wartung der Anlagen. In der modernen Leitwarte des Unternehmens laufen alle Informationen aus der Produktion und den Prozessabläufen zusammen. Auch die Sicherheitstechnik ist hier integriert. Das komplexe Alarmsystem, das alle sicherheitsrelevanten Aspekte des Werks umfasst, reagiert sofort auf jede Abweichung von der Norm. Bei Störungen wird umgehend ein mehrstufiges Sicherheitskonzept aus technischen und organisatorischen Barrieren in Gang gesetzt, und die Mitarbeiter können den Prozess binnen kürzester Zeit in einen sicheren Zustand fahren. Zudem ist die werkseigene Feuerwehr immer in Bereitschaft. In den vergangenen Jahren mussten die Männer allerdings nur zu Übungen oder zu Hilfeleistungen außerhalb des Werks ausrücken.

Sicheres Arbeiten als Voraussetzung von Produktivität

Trotz neuester Technik ist aber vor allem das Engagement und das Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen Mitarbeiters für die Sicherheit entscheidend – und zwar weit über das Tragen der korrekten Schutzausrüstung hinaus. Alle sind dazu aufgefordert mitzudenken, gemeinsam eine lernfähige und streitbare Sicherheitskultur zu leben. Denn sicheres und damit überlegtes Arbeiten ist die Formel zum Erfolg, davon ist Joachim Pieper überzeugt: „Ein guter Vergleich ist der zum Autoverkehr. Hätten wir ein Tempolimit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen, bräuchte der Einzelne möglicherweise mehr Zeit, um von A nach B zu kommen. Volkswirtschaftlich wäre dieser individuelle Zeitverlust meiner Meinung nach eher ein Gewinn. Es würden weniger Unfälle passieren, es gäbe weniger Staus, der Spritverbrauch fiele niedriger aus und ein höherer Verkehrsdurchsatz könnte erreicht werden. Deshalb ist unsere Philosophie: Nichts ist bei uns so wichtig oder so eilig, als dass wir uns nicht die Zeit nehmen könnten, es sicher auszuführen.“ Das  Ziel ist klar: keine Unfälle bei INEOS Phenol. Ein Blick in die Unfallstatistik der chemischen Berufsgenossenschaft belegt das Engagement und den Erfolg des Unternehmens: Mit lediglich vier meldepflichtigen Unfälle in den letzten fünf Jahren, die nicht durch den Kontakt mit Chemikalien, sondern durch Stolpern und Umknicken verursacht wurden, gehört INEOS Phenol branchenweit zu den Champions im Bereich Sicherheit. „Unsere Umweltschutz-, Arbeitssicherheits- und Qualitätsstandards sind weltweit führend“, so Pieper. Dennoch will sich der Geschäftsführer nicht auf dem Erreichten ausruhen und die Gewährleistung der Sicherheit jeden Tag wieder als neue Herausforderung annehmen. Eines kann er aber mit Recht behaupten: „Neben INEOS Phenol zu wohnen und bei uns zu arbeiten ist ziemlich sicher, sicherer jedenfalls als Autofahren.“

Video:

Bei INEOS Phenol liegt die Chemie im grünen Bereich