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Die Globalisierung ist längst in Nord-Westfalen angekommen: Viele nord-westfälische Industrieunternehmen sind stark in ihrer Nische – und das weltweit. Mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes wird in 170 Ländern der Erde erwirtschaftet. Mit einem Auslandsumsatz von 13 Milliarden Euro liegt die Region sogar noch vor dem gesamten Bundesland Schleswig-Holstein. Produkte made in Nord-Westfalen sind weltweit so gefragt wie nie zuvor. Seit 1980 stieg der Export um mehr als das vierfache, im Münsterland sogar um das fünffache. Mit dem europäischen Binnenmarkt, den EU-Erweiterungen und der Einführung des Euro eröffneten sich insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen in Nord-Westfalen neue Marktchancen, die auch genutzt wurden.

Weltweiter Einsatz

Aber auch außerhalb Europas sind die Nord-Westfalen sehr erfolgreich. Um nur einige Beispiele zu nennen: Pfreundt (Südlohn) liefert Waagen für Muldenkipper, die in den größten Minen der Welt zum Einsatz kommen, Smart-Drilling (Gelsenkirchen) bohrt in China sogar vertikal nach Öl und Haver & Boecker (Oelde) liefert High-End-Sackabfüllanlagen in den Nahen Osten. m+f KEG Technik (Bottrop) stellt Bierabfüllanlagen in Omsk auf, armacell (Münster) produziert technische Spezialschäume in Saudi-Arabien, Wessling (Altenberge) analysiert Lebensmittel von Dublin bis Peking, die Kleffmann Group (Lüdinghausen) wagt Ernteprognosen in über 40 Ländern auf drei Kontinenten und Scholz (Coesfeld) baut Autoklaven zur Verbindung von Stoffen und Materialien, die weltweit von der Luftfahrt- und Automobilindustrie bis hin zur Glas- und Baustoffindustrie eingesetzt werden.