Kein Abschluss ohne Anschluss

Der Arbeitskreis "KAboA": Klaus Pekruhl (Langguth GmbH), Wieland Pieper (IHK Nord Westfalen), Rainer Betz (Druckhaus Dülmen GmbH), Josef Winkelheide (Josef Winkelheide GmbH), Holger Schmitz (Kordel Antriebstechnik GmbH), Carsten Taudt (IHK Nord Westfalen), Stephan Carbanje (Kordel Antriebstechnik GmbH)

In|du|strie: "Kein Abschluss ohne Anschluss" benötigt verlässliche Netzwerke

Das Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW (KAboA)" stellt die Kommunen mit ihren Schulen vor große Herausforderungen. Mittelfristig sollen alle Schülerinnen und Schüler im achten Jahrgang drei Kurzpraktika in verschiedenen Berufsfeldern durchlaufen.  Allein in Dülmen benötigen die Schulen also bis zu 2.000 zusätzliche Praktikumsplätze. Für den Kreis Coesfeld summiert sich die Zahl der Berufsfelderkundungen auf 8.000.

"Das wird nur durch eine enge Vernetzung von Schulen und Betrieben gelingen", betont Klaus Pekruhl vom In|du|strie-Verbund Dülmen, Nottuln, Senden und ist sich sicher: "Die Industriebetriebe vor Ort sind bereit, einen verlässlichen Beitrag zu einer gelungenen Berufsorientierung zu leisten." Schließlich böten die Industriebetriebe nicht nur hochwertige Arbeits- sondern auch einen Großteil der Ausbildungsplätze im Kreis. Jugendlichen frühzeitig Ausbildungsmöglichkeiten zu zeigen und gleichzeitig Schulen und Kommunen bei einer großen Herausforderung zu helfen, passe daher gut zusammen.

Vor diesem Hintergrund hatte der In|du|strie-Verbund Dülmen, Nottuln, Senden kürzlich eine Arbeitsgruppe "KAboA" gegründet.  "Wir wollen im Kreis Coesfeld die Grundlagen für verlässliche und umsetzungsstarke Netzwerke zwischen Schulen und Industriebetrieben schaffen", so Klaus Pekruhl. Mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen (IHK) sollen im September Lösungs- und Umsetzungsansätze der In|du|strie gemeinsam mit den Schulen in einem Workshop diskutiert und ausgearbeitet werden. Mit dem offiziellen Start der Berufsfelderkundungen sei dann in 2015 zu rechnen.

Das neue Übergangssystem Schule-Beruf in NRW unterstützt die Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 8 bei der Berufs- und Studienorientierung, der Berufswahl und beim Eintritt in Ausbildung oder Studium. Ziel ist es, allen jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch ein effektives, kommunal koordiniertes Gesamtsystem unnötige Warteschleifen zu vermeiden.

Der In|du|strie-Verbund Dülmen, Nottuln, Senden ist ein Zusammenschluss von regionalen Industrieunternehmen, die sich aus der Akzeptanzoffensive In|du|strie der IHK Nord Westfalen heraus gegründet haben. Die in der IHK organisierten Unternehmen stellen knapp zwei Drittel aller Ausbildungsverhältnisse.

Ansprechpartner

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