Hochmoderne Serienfertigung

Die rund 30 Besucher staunten nicht schlecht auf ihrer Besichtigungstour am 28. Mai 2013 durch die Fertigungshallen der Firma Reckers in Mesum. Kerngeschäft des Unternehmens mit Standorten in Mesum, Dreierwalde und Rheine ist die Produktion und Bearbeitung von Gussteilen. Die Historie des Betriebs ist mit 108 Jahren lang und traditionsreich – was jedoch hinter dem Werksmauern vor sich geht, ist alles andere als aus dem letzten Jahrhundert.

Die in Mesum beheimatete Gießerei des Unternehmens vollzog in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen imponierenden Wandel: von der einfachen Handgießerei zur hochmodernen Serienfertigung in großen Stückzahlen und hohen Anforderungen an Qualität, Oberflächenbeschaffenheit und Maßgenauigkeit. Von der Planung und Prototypentwicklung über die Werkstückfertigung bis zur mechanischen Bearbeitung und Farbgrundierung ist Reckers mit seinen 300 Mitarbeitern ein wichtiger Partner von weiterverarbeitenden Unternehmen. Die Kunden kommen aus dem allgemeinen Maschinenbau und vor allem aus der Hydraulikindustrie. "Die auf modernsten Produktionsanlagen hergestellten hochwertigen Gussteile werden überall verwendet", umschreibt der kaufmännische Leiter Bernhard Rieken die gewachsene Bedeutung des mittelständischen Unternehmens.

Kein Wunder also, dass sich insbesondere die jüngeren Gäste die Arbeitsabläufe von der Formgebung über den Abguss bis zum fertigen Endprodukt genau anschauten. "Vielleicht bietet dieses Unternehmen mir in einigen Jahren eine berufliche Perspektive", so der 13-jährige, technikbegeisterte Henrik Steinsträter aus Neuenkirchen, Schüler in Klasse 7 des Arnold-Janssen-Gymnasiums. Eine solche kann Reckers allerdings schon heute vermitteln. Reckers bietet momentan 15 Jugendlichen eine Ausbildung in Berufen wie Gießereifacharbeiter, Zerspanungsmechaniker, Industriekaufmann oder in höher qualifizierten Bachelor-Berufen an. Mit großem Erfolg, wie jüngste herausragende Prüfungsergebnisse bestätigen.