Industrie: Stabilitätsanker der nord-westfälischen Wirtschaft

03.02.2021

  • Ansprechpartner
  • Dr. Julian Allendorf
  • Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen
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Dass die Industrie ein wesentlicher Standortfaktor im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region ist, steht schon lange fest. Die neuste IHK-Konjunkturumfrage verdeutlicht erneut die Bedeutung der Industrie für den Wirtschaftsraum Nord Westfalen. Während der stationäre Einzelhandel, das Gastgewerbe und der Tourismus zu Jahresbeginn nach wie vor mit dem verschärften Lockdown zu kämpfen haben, erholt sich die Industriebranche von den Nachfragerückgängen und sorgt zusammen mit der Bauwirtschaft für Stabilität.

Laut den Ergebnissen der jüngsten IHK-Umfrage hat sich die Geschäftslage in der Industrie bereits über das Niveau vor einem Jahr verbessert. Die Industriekonjunktur hat somit zum Jahresende deutlich angezogen und sich auf die neue Lage eingestellt. Mehr als 60 Prozent der befragten Industrieunternehmen erwarten eine Rückkehr zur normalen Geschäftstätigkeit im zweiten Halbjahr 2021. Entscheidend hierfür wird die weitere Entwicklung der Pandemie sein und die daraus folgenden wirtschaftspolitischen Entwicklungen. So geben 58 Prozent der Befragten an, dass die Nachfrage auf den internationalen Märkten ein bleibendes Konjunkturrisiko ist. Dies Risiko besteht vor allem für Industrieunternehmen. Auch wenn in den nächsten Monaten mit Freistellungen in der Industrie zu rechnen ist, bleibt die Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal dennoch hoch.

Es zeigt sich, dass die Industrie wie ein Anker in diesen stürmischen Zeiten für Halt sorgt und somit Wohlstand und Sicherheit für die Region erhält. Insbesondere erhält die Industrie den hohen technologischen Wissensstand durch ihre verhältnismäßig hohe Beschäftigung und die Anpassungsfähigkeit an die Krise.