Industrie in Nord-Westfalen

Motor der Volkswirtschaft

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen ist das wirtschaftlich stärkste Land in der Bundesrepublik. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von fast 711,4 Milliarden Euro (2019) würde das Land als eigenständiger Staat eine internationalen Topplatzierung einnehmen können. Großen Anteil an dieser Wirtschaftskraft hat die Region Nord-Westfalen mit einer stark ausgeprägten Industrie. Allein die Industriebetriebe in Nord-Westfalen haben im Jahr 2019 ein Umsatzvolumen von knapp 45 Milliarden Euro erwirtschaftet ‒ weit mehr als einige Bundesländer in der Republik erzielen. Gegenüber 2018 war das ein Plus von 0,5 Prozent, während die Umsätze im Landesdurchschnitt um rund zwei Prozent zurückgegangen sind.

Große Industriekonzerne ebenso wie zahlreiche mittelständische „Hidden Champions“ sind in Nord-Westfalen beheimatet. Sie sind maßgeblich verantwortlich für den Wohlstand im Land. Aber auch zahlreiche weitere Dienstleistungen profitieren von einer starken Industrie: Der Friseur, das Fitnessstudio oder der Bäcker sichern ihren Geschäftserfolg auch dank der Einkommen, die in der Industrie verdient werden.

Unsere Unternehmen

Umsatzstärkste Branchen

Die Industrie hat starke Zugpferde

Die chemische Industrie ist nach wie vor beim Umsatz die stärkste Industriebranche in Nord-Westfalen. Mit einem Volumen von 8,4 Milliarden Euro wurde 2019 knapp ein Fünftel des nord-westfälischen Gesamtumsatzes von den Chemieunternehmen erwirtschaftet. Dies entspricht in etwa dem Niveau aus dem Vorjahr.

Mit einem Umsatz von 8,3 Milliarden Euro folgt die Ernährungsindustrie in Nord-Westfalen auf dem zweiten Rang. Gegenüber 2018 war das ein Plus von rund 7 Prozent. Regionale Schwerpunkte sind der Kreis Steinfurt mit 1,7 Milliarden Euro, noch vor Coesfeld mit einem Anteil von 1,7 Milliarden Euro und Borken mit 1,5 Milliarden Euro. Hauptsächlich wird der Umsatz im Inland erzielt (6,9 Milliarden Euro).


Beschäftigungsstarke Branchen

Die Industrie ist Stütze unseres Wohlstands

Die Branche Maschinenbau ist der Arbeitgeber Nummer 1 in Nord-Westfalen, hier arbeiten 36.400 Beschäftigte. Jeder fünfte Industrie-Arbeitsplatz entfällt auf diese Branche.

IInsgesamt liegt die Zahl der Industrie-Beschäftigten in den Betrieben mit mindestens 20 Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr stabil bei rund 169.000 zugelegt. Eine Studie belegt zudem, dass ein zusätzlicher Arbeitsplatz in der Industrie einen weiteren im Dienstleistungsgewerbe schafft.


Ausbildung in der Industrie

Die Industrie bietet Karriereperspektiven

Die Industrie in Nord-Westfalen ist wichtiger Ausbilder, bietet Karriereperspektiven und sichert mit gut ausgebildeten Fachkräften den Wohlstand von morgen. Zudem legt die IHK Nord Westfalen einen besonderen Schwerpunkt auf die Aus- und Weiterbildung, darunter vor allem Maßnahmen zur Fachkräftesicherung. Im Bereich Berufsausbildung sind knapp 25.000 Auszubildende im "Dualen System" registriert. Im Bereich Weiterbildung werden in rund 500 Veranstaltungen 8.700 Teilnehmer aus den Mitgliedsunternehmen geschult und höher qualifiziert. Bei 25.000 Ausbildungsverhältnissen in der Region sind rund 36 %, bzw. 9.000 in industriell-technischen Berufen angesiedelt.

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Umsatzstark im In- und Ausland

Die Industrie ist vernetzt

Die gute Binnenkonjunktur in Deutschland hat die Nachfrage nach Industriegütern merklich angeschoben. So konnten die Industriebetriebe vor allem ihre Umsätze im Inland über die letzten Jahre deutlich steigern und auf einem zuletzt stabilen Niveau mit insgesamt 26,7 Milliarden Euro festigen.

Im internationalen Umfeld ist das Auslandsgeschäft der nord-westfälischen Industrie wieder deutlich gewachsen. Der Auslandsumsatz lag mit 18,2 Milliarden Euro 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert (NRW: minus 1,1 Prozent). Die Exportquote 2019 – der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz – beläuft sich auf nunmehr 40,6 Prozent (Vorjahr: 39,8 Prozent).

Die IHK Nord Westfalen hat rund 160.000 Mitgliedsunternehmen und in ihrer Region ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 87 Milliarden Euro. Das ist von der Größenordnung her vergleichbar mit der Leistung der Slowakischen Republik.